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Die Nationalparks und andere interessante Orte in Kenya
Amboseli Park
Amboseli, südlich von Nairobi gelegen, ist Kenias meist besuchtes Wildtiergebiet. Ursprünglich 1948 als ein Reservat von 3260 km2 ausgewiesen, wurde es 1961 den Masai übergeben, doch wegen Konflikten zwischen den Masai-Herden und den Wildtieren wurde ein Teil der ursprünglichen Größe 1974 zum Nationalpark erklärt. Mit jetzt 392 km2 umgibt der Park Ol Tukai (Masai-Begriff für die hier vorkommende Phönixpalme), ein Sumpfgebiet, das für viele Wildtiere attraktiv ist.
Zur Entschädigung der Masai, die hier traditionell ihr Vieh weideten, wurden etliche Quellen mit finanzieller Unterstützung der New York Zoological Society zu einem Punkt außerhalb des Nationalparks umgeleitet. Der größte Teil des Parks besteht aus einem alten, trockenen Flußbett und zartem Grasland mit gelegentlichem Akazienbestand, während sich im Süden viele kleine vulkan- ische Felsenhügel befinden. Um die Sümpfe Ol Okenya, Ol Tukai und Enkyngo Narok herum ist die Vegetation üppig mit gelbborkigen Akazien und Phönixpalmen besetzt.
Trotz des sich verändernden Lebensraums ist der Amboseli National Park wahrscheinlich das beste Wildtiergebiet, um Elefanten von nahem zu beobachten. Ungestört durch Wilderer, stellt das Baden und Fressen von Elefanten im Sumpf den Höhepunkt jeder Safari dar. Cynthia Moss und Joyce Pool haben mit ihrem grossen Mitarbeiterstab die Elefanten ausführlich studiert. Cynthia Moss hat unter anderem ihre Wanderungen 20 Jahre lang beobachtet. Dies dürfte die längste Studie einer Tierart durch dieselbe Person in Afrika gewesen sein. Abgesehen von den Elefanten, umfaßt das Wildtierspektrum die meisten Arten, vom Nashorn, über Masai-Giraffe, Grant- und Thomson-Gazelle bis zu Löwe, Gepard und Leopard.
In den trockeneren Gebieten des Parks, abseits der Sümpfe, kann man Büschelohr-Spießbock, Gerenuk und Elenantilope sehen. Auch die Vogelwelt ist hier zahlreich vertreten, besonders in den sumpfigen Gebieten. Der Rosa und der Weiße Pelikan teilen sich die offenen Wasserflächen mit der Zwerggans, die in Kenia eher ungewöhnlich ist. Eisvögel und Bienenfresser lauern im Schilf auf Beute, und die Greifvögel sind durch den Afrikanischen Fischadler, den Kampfadler, den Grauflügelhabicht und den Zwergfalken zahlreich vertreten. Kein Besuch im Amboseli ist vollständig, wenn man den Observation Hill südlich des Flugplatzes nicht erklommen hat. Hier erwartet Sie ein atemberaubender Ausblick über den gesamten Park. Von hier oben können Sie die Staubfahnen der zum. Wasser wandernden Tiere sehen und im Süden eine endlose akazienbestandene Fläche, die langsam in den Fuß des Kilimandscharo übergeht.
Solio Ranch
Die Geschichte der Solio Ranch ist die Geschichte von Courtland Parfet. Er war in Afrika Jäger, bis er seine Frau Claude kennen lernte und sich mit ihr zusammen eine Ranch in Kenia kaufte. Fortan wandelte sich seine Einstellung gegenüber den Tieren. Ihre Ranch wurde zu einem riesigen Schutzgebiet. Das Solio-Nashorn-Reservat hat auf diese Weise sämtliche Rekorde in der Nachzucht von Nashörnern gebrochen.
Mehr als 125 Breitmaul- und Spitzmaul Nashörner befinden sich in diesem privaten Park, aber auch andere Tiere finden in den weiten Gelbrindenakazienwäldern eine Heimat.
Aberdare Nationalpark
Der Aberdare-Nationalpark umfaßt eine dichtbewaldete Bergkette, die nahe beim Mount Kenia liegt und bis auf 4000 m Höhe ansteigt. Hier leben Elefanten, Nashörner, seltene Waldantilopen wie Bongo- und Dik-Dik-Antilopen, Leoparde, Löwen und verschiedene Affenarten. Im Nebel der höheren Hänge wachsen üppige Bergpflanzen. Interessant ist dass Buiotop des Bergnebelwaldes. Es gibt zahlreiche Wasserfälle, der größte ist der 300m hohe Guru-Wasserfall, bekannt aus? Jenseits
von Afrika!
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Zeichnungen: © Lena Hensel
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Masai Mara
Kenias herausragendstes Wildtiergebiet liegt sechs Fahrstunden von Nairobi entfernt. Auf einer Höhe von 1650 m gelegen, nimmt es eine Fläche von 1510 km2 ein und bildet die nördliche Fortsetzung des Serengeti National Park in Tansania. Mara, wie es allgemein genannt wird, ist ein Masai-Wort für "gefleckt" oder "gesprenkelt". Es ist ein Graslandmosaik, dominiert von Avena byzantina, kleinen Buschhügeln und Uferwald entlang des Mara River und seinen Zuflüssen zum Viktoriasee. Das Reservat ist bekannt für seine schwarzmähnigen Löwen sowie das reichlich vorhandene Wild und ist einer der wenigen Orte, wo man die "großen Fünf" bei einer Morgentour erleben kann. Dennoch ist es wohl noch bekannter für seine jährlichen Gnu-Wanderun gen - vielleicht Afrikas größtes Wildtierspektakel.
Die Gnu-Population wird heute auf 1,4 Mio. Tiere geschätzt, begleitet von ca. 550.000 Gazellen, 200.000 Zebras und 64.000 Impalas. Dazu kommen Nashörner, Elefanten, Büffel, Warzenschweine, Giraffen, Topis, Coke's- Kuhantilopen, Elen antilopen, Leoparden, Geparden, Hyänen und Schakale insgesamt 95 Säugetierarten. Manche der Geparden sind so zutraulich, daß sie unter einem Fahrzeug vor der heißen Sonne Schutz suchen und manche klettern sogar aufs Dach wegen der guten Sicht auf potentielle Beute.
Vogelliebhaber können fast 500 Vogelarten hier antreffen, darunter 16 Adlerarten und viele Bussarde und Falken, sechs Geierarten, acht Storcharten, vier Trappenarten (darunter die Riesentrappe, der schwerste flugfähige Vogel der Welt) und neun Nektarvogelarten. Mit dieser Kombination aus Wildtieren und wunden,oller Landschaft, versammelt unter dem großen afrikanischen Himmel, ist es leicht verständlich, warum das Masai Mara so populär ist.
Crater Lake
Ein schon seit einigen Jahren existierendes Camp mit privatem Naturreservat. Das Zeltcamp liegt in einem Vulkankrater am See »Lake Songasoi« nahe des Lake Naivasha und wird von einem Engländer geführt. Durch seine einzigartige Lage besticht dieses Camp mit viel Charme.
Das Reservat rund um das Camp beheimatet 300 verschiedene Vogelarten und ist ein Paradies für Ornithologen. Außerdem kann man hier mehrere Familien der Colobusaffen beobachten. Selbstverständlich können auch jede Menge anderer Tiere beobachtet werden. Pirschfahrten und kleine Wanderungen werden ebenfalls angeboten und bieten die Möglichkeit die Umgebung zu erkunden.
Der See selbst hat eine interessante Geschichte. Das Wasser ist hochalkalisch und schon vor tausenden von Jahren haben die Masai ihre kranken Rinder an den See getrieben, da er eine gewisse Heilkraft besitzt.
Lake Nakuru
Jenseits des Äquators, südlich von Bogoria, liegt der berühmteste See des Rift Valley, der Nakuru. Weltweit für seine Flamingos bekannt, ist auch er alkalisch und wird als eines der Naturwunder der Erde betrachtet. 1961 erklärte man die südlichen zwei Drittel zu einem Vogelschutzgebiet für Flamingos, und 1967 wurde der Nakuru der erste Nationalpark in Afrika, der dem Vogelschutz diente.1969 wurde das Gebiet auf den ganzen See ausgedehnt und hat sich seitdem weiter vergrössert, so dass es jetzt 188 km2 umfasst.
Lake Nakuru ist auch ein Nashorn-Schutzgebiet mit einer Population von mehr als 30 Spitz- und Breitmaul-Nashörnern, doch waren die Flamingos immer die Hauptattraktion. Zeitweise leben fast 2 Mio. Flamingos am See und bilden ein wunderschönes rosa Band um das Seeufer herum. 1960 wurde eine kleine Fischart, die in dem alkalischen Wasser überleben kann, der Tilapia grahami, zur Moskitobekämpfung in den See eingesetzt.
Diese Tilapia haben sich inzwischen in Zahl und Größe so vermehrt, daß sie nun wiederum viele fischfressende Vögel angezogen haben: Pelikane, Kormorane und Reiher. Obwohl über 400 Vogelarten am Nakuru nachgewiesen wurden, sind sie nicht die einzige Attraktion, die der See zu bieten hat. Über 50 Säugetierarten wurden registriert, und vielleicht kann man hier am ehesten in Kenia Leoparden sehen.
Vor einigen Jahren wurden einige Exemplare der gefährdeten Netzgiraffe hierher umgesiedelt. Sie haben sich vermehrt und sind jetzt ein vertrauter Anblick. Trupps schwarz-weißer Colobus-Affen kann man in den gelbborkigen Akazien (Acacia xanthophloea) im südlichen Teil des Schutzgebiets beobachten. Hier ist auch der herrliche Schopfadler zu sehen, der stärkste Adler Afrikas. Am Ostufer des Sees erstreckt sich ein wunderbarer Baumeuphorbien-Wald (Euphorbia candelabrum), der einzigartig in Kenia ist. Es ist der größte reine Euphorbienwald in Afrika.
Nairobi
Nairobi ist als »grüne Stadt an der Sonne« bekannt. Das moderne Kenyatta-Konferenzzentrum und das attraktive Stadtbild haben Nairobi zu einer bedeutenden internationalen Handels- und Konferenzstadt gemacht. Nairobi wirkt sehr gepflegt, trotzdem ist die Kriminalität wie in anderen Hauptstädten hoch, und als Ortsfremder sollte man manche Viertel vor allem nachts meiden. Die Einkaufsmöglichkeiten sind vielfältig, die Palette reicht von Einkaufszentren im amerikanischen Stil bis hin zu afrikanischen Märkten mit Holzbuden. Groß ist auch das Angebot an Restaurants und Nachtklubs.
Zu den Sehenswürdigkeiten in und um Nairobi gehören das Kulturzentrum Bomas of Kenya, etwas außerhalb des Stadtzentrums, wo u. a. Tanzaufführungen stattfinden; das Kenya National Museum mit einer Völkerkundeabteilung und der Snake Park (Schlangenpark) gegenüber dem Museum, in dem man Bekanntschaft mit fast allen ostafrikanischen Schlangenarten machen kann.
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